Vor dem Prüfungstag: Voraussetzungen und Vorbereitung
Prüfungsreife bedeutet, dass du Verkehrssituationen selbstständig und sicher bewältigen kannst. Dafür reicht es nicht, nur die vorgeschriebenen Sonderfahrten absolviert zu haben. Dein Fahrlehrer beurteilt auch deine Fahrzeugbedienung, Verkehrsbeobachtung und Entscheidungen im Straßenverkehr.
Besprich vor der Anmeldung, woran du noch arbeiten solltest. Kläre außerdem Treffpunkt, Uhrzeit, benötigte Unterlagen und die Kosten der Vorstellung sowie der Prüfung. Bring ein gültiges Ausweisdokument mit. Wenn du zum Fahren eine Sehhilfe benötigst, gehört sie selbstverständlich dazu. Ein vertrauter Ablauf am Morgen hilft: Plane ausreichend Zeit ein und komme ausgeruht zur vereinbarten Stelle.
Begrüßung und Vorbereitung des Fahrzeugs
Zu Beginn werden deine Identität und die Voraussetzungen für die Prüfung geprüft. Danach bereitest du dich und das Fahrzeug auf die Fahrt vor. Dazu gehören beispielsweise Sitzposition, Spiegel und Sicherheitsgurt. Außerdem können Fragen oder Aufgaben zur Fahrzeugtechnik und Verkehrssicherheit gestellt werden.
Bei Klasse B sitzt dein Fahrlehrer während der Fahrt wie gewohnt auf dem Beifahrersitz, die prüfende Person begleitet die Fahrt im Fahrzeug. Sie gibt die Aufgaben und die gewünschte Fahrtrichtung vor. Wenn du eine Anweisung akustisch nicht verstanden hast, frage nach. Sichere Fahrzeugführung und Verkehrsbeobachtung bleiben auch dabei deine Aufgabe.
Was während der Fahrt bewertet wird
Die Prüfung umfasst eine Fahrt im Straßenverkehr und Grundfahraufgaben. Bewertet werden unter anderem Verkehrsbeobachtung, Geschwindigkeit, Abstand, Vorfahrt, Positionierung und sichere Fahrzeugbedienung. Je nach Situation und Aufgabe gehören auch Rangieren, Einparken oder Umkehren dazu.
Es geht um sicheres Handeln unter wechselnden Bedingungen. Passe dein Tempo an Sicht, Verkehr und Straßenverlauf an. Ein kleiner Fehler bedeutet nicht automatisch, dass du durchgefallen bist. Schwere Fehler oder eine Häufung von Fehlern können jedoch zum Nichtbestehen führen. Versuche nach einer Unsicherheit, dich wieder auf die nächste Verkehrssituation zu konzentrieren, statt während der Fahrt dein Ergebnis zu erraten.
Wie lange die Prüfung je Führerscheinklasse dauert
Die Fahrerlaubnis-Verordnung unterscheidet die gesamte Prüfungsdauer von der darin enthaltenen Fahrzeit. Für die üblichen Prüfungen gelten folgende Mindestzeiten:
- Klasse B und BE: 55 Minuten insgesamt, davon 30 Minuten Fahrzeit.
- Klasse A1 sowie Direkteinstieg A2 und A: 70 Minuten insgesamt, davon 30 Minuten Fahrzeit.
- Aufstieg von A1 auf A2 oder A2 auf A nach jeweils zweijährigem Vorbesitz: 60 Minuten insgesamt, davon 30 Minuten Fahrzeit.
- Klassen C, CE, C1 und C1E: 85 Minuten insgesamt, davon 50 Minuten Fahrzeit.
Grundfahraufgaben, Kontrollen, das Verbinden und Trennen von Fahrzeugen sowie Vor- und Nachbereitung zählen nicht zu dieser reinen Fahrzeit. Für einzelne besondere Prüfungsfälle gelten abweichende Regeln.
Ergebnis, Rückmeldung und deine weitere Planung
Am Ende erläutert dir die prüfende Person das Ergebnis. Du erhältst eine schriftliche Leistungsrückmeldung mit Hinweisen zu deiner Fahrkompetenz. Nutze diese Rückmeldung auch dann, wenn du bestanden hast: Die selbstständige Erfahrung im Alltag beginnt erst danach.
Falls du nicht bestehst, besprecht ihr die konkreten Ursachen und die Vorbereitung auf eine Wiederholung. Der nächste Termin muss die geltenden Wartezeiten und die Verfügbarkeit der Prüfstelle berücksichtigen. Zusätzliche Fahrstunden sollten gezielt die festgestellten Schwierigkeiten bearbeiten.
FahrPuls plant den Weg zur Prüfung anhand deines Lernfortschritts. Der Theorie-Intensivkurs in den Ferien bündelt den Theorieunterricht nach deinem erforderlichen Grund- und Zusatzstoff. Er sagt weder einen Prüfungstermin noch einen erfolgreichen Abschluss oder den Führerscheinerwerb innerhalb einer bestimmten Frist zu.