Welcher Sehtest zu deiner Klasse gehört
Für die Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T ist grundsätzlich ein Sehtest bei einer anerkannten Sehteststelle vorgesehen. Vereinbare den Test rechtzeitig und nimm dein Ausweisdokument sowie eine vorhandene Brille oder Kontaktlinsen mit. Frage bei der Stelle nach, ob du einen Termin benötigst.
Ein einfacher Optiker-Sehtest reicht für die LKW-Klassen C, C1, CE und C1E nicht aus. Dafür gelten die erweiterten Anforderungen der Fahrerlaubnis-Verordnung an das Sehvermögen. Kläre bei der Terminvereinbarung ausdrücklich, dass du den Nachweis für eine LKW-Fahrerlaubnis benötigst. So vermeidest du einen Termin für den falschen Untersuchungsumfang.
Was die Sehschärfe von 0,7 bedeutet
Beim regulären Sehtest für Pkw und Motorrad muss die zentrale Tagessehschärfe mit oder ohne Sehhilfe auf jedem Auge mindestens 0,7 betragen. Ein ausreichender Wert nur auf dem besseren Auge genügt für das Bestehen dieses Sehtests nicht. Ebenso ist 0,5 auf beiden Augen keine alternative Bestehensgrenze für den normalen Sehtest.
Wenn du ihn nicht bestehst, ist eine augenärztliche Untersuchung vorgesehen. Dort werden weitere Sehfunktionen und die dafür geltenden Anforderungen beurteilt. Ein nicht bestandener Sehtest bedeutet deshalb nicht automatisch, dass du keine Fahrerlaubnis bekommen kannst. Die individuelle Beurteilung erfolgt durch die dafür zuständigen medizinischen Fachleute und die Fahrerlaubnisbehörde.
Sehhilfen, Gültigkeit und LKW-Untersuchungen
Eine notwendige Sehhilfe wird bei der Erteilung der Fahrerlaubnis berücksichtigt und kann als Auflage im Führerschein eingetragen werden. Entscheidend ist der tatsächliche Eintrag: Er legt fest, welche Sehhilfe du beim Fahren benutzen musst. Es wird nicht bei jeder Person automatisch dieselbe Schlüsselzahl eingetragen.
Die Bescheinigung über den Sehtest beziehungsweise das erforderliche Zeugnis über das Sehvermögen darf bei Antragstellung höchstens zwei Jahre alt sein. Für LKW gelten die entsprechenden Nachweispflichten sowohl bei Erteilung als auch bei Verlängerung. Die ärztliche Untersuchung zur allgemeinen gesundheitlichen Eignung ist ein weiterer Nachweis mit eigenen Anforderungen. Verwechsle die Unterlagen und ihre jeweiligen Fristen nicht.
Ein geeignetes biometrisches Passbild vorbereiten
Das Führerscheinbild muss aktuell sein und dich eindeutig erkennen lassen. Nutze ein biometrisches Bild nach den Vorgaben für den Führerschein: frontale Aufnahme, gut erkennbares Gesicht, neutraler Ausdruck und ein geeigneter gleichmäßiger Hintergrund. Ein gewöhnliches Urlaubsfoto oder ungeprüftes Selfie ist dafür nicht geeignet.
Ob du einen Ausdruck oder eine digitale Datei benötigst, hängt davon ab, wie du deinen Antrag einreichst. Der Rems-Murr-Kreis bietet unter anderem digitale Anträge für Ersterteilung und BF17 an. Prüfe die dort beschriebenen Upload-Anforderungen, bevor du Fotos bestellst. Regeln zur Fotoübermittlung für Personalausweis oder Reisepass solltest du nicht ungeprüft auf den Führerschein übertragen.
So vermeidest du Verzögerungen beim Antrag
Stelle deine Unterlagen möglichst vor oder parallel zur Anmeldung in der Fahrschule zusammen. Kontrolliere, ob Name und persönliche Angaben auf allen Nachweisen übereinstimmen und ob die Dokumente vollständig lesbar sind. Bewahre Originale auf, auch wenn du für den Online-Antrag digitale Kopien einreichst.
- Gewünschte Führerscheinklasse und Untersuchungsumfang klären.
- Sehtest beziehungsweise LKW-Untersuchung rechtzeitig vereinbaren.
- Ausweisdokument, aktuelles Passbild und Erste-Hilfe-Nachweis vorbereiten.
- Beim BF17 die zusätzlichen Unterlagen der Begleitpersonen berücksichtigen.
FahrPuls in Schorndorf hilft dir, die Unterlagen für deinen Ausbildungsweg einzuordnen. Verbindliche Anforderungen und die Bearbeitung deines Antrags liegen bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde. Kosten und Termine der Untersuchungsstellen erfragst du direkt beim jeweiligen Anbieter.